TBS Tango 2 – Ein kurzer Überblick


TBS hat mittlerweile seine neue Fernsteuerung – die Tango 2 veröffentlicht.
Das wichtigste gleich zu Beginn: nein, es ist keine „echte“ Tango mit Videoempfänger. Lediglich der Name ist vom alten Tango Konzept geblieben.

Hinweis:
Ich habe die Fernsteuerung nun seit Oktober zum Testen bei mir und und im Dezember noch eine finale Version direkt von TBS erhalten.

Ausstattung

  • Gamecontroler/ X-Lite Format
  • Fest verbaute Antenne, klapp-und-drehbar (T-Style)
    -> es gibt im Nachkauf Umbauteile, um die normalen Antennen nutzen zu können
  • 2 zwei-Position Schalter
  • 2 drei-Position Schalter
  • 2 Taster
  • Hall-Sensor Gimbals ohne störende Kabel
    -> Die Gimbals der Pro Version sind einklappbar
  • Einfarbiges Amoled-Display
  • 3 Bedienknöpfe (Menü, Seite, Exit)
  • 1 Drehrad (inkl. Taster-Funktion)
  • 5000mAh Akku, geladen per USB-C (5v, 2A)
    -> Ladedauer ca. 3h
  • USB-C Schnittstelle
  • Kopfhörer-Anschluss (3,5mm Klinke) kein Trainer-Anschluss
  • Eingebautes Micro-Crossfire (250mW max.)
  • WiFi-Modul für die Cloud-Anbindung
  • Betriebssystem: FreedomeTx (später OpenTx)

Die Details

Schalter

Die verbauten Schalter und Taster sind – anders als bei den üblichen Sendern – keine herausstehenden Metallschalter. Die 2-Positions Schalter sind zum eindrücken, die 3-Positions Schalter bestehen aus Wippen und die Taster auf der Rückseite sind klassische Taster, wie sie sonst für die Menünavigation verbaut werden. Die Kombination ist anfangs etwas ungewohnt, fühlt sich aber nach ein paar Minuten spielen ganz natürlich an.

Größe zur Tango 1

Trimmschalter

Was auffällt – es gibt keine Trimmtaster. Das bedeutet nicht, dass man nicht trimmen kann – die Funktion wird über das Dreh-Rad realisiert:
– 2x klicken = Start Trimmung (Gas Kanal)
– 2x klicken = Nächster Stick (Yaw -> Pitch -> Roll -> Gas….)
– Drehen = Verändern der Trimmun
– Exit = verlassen des „Trimm-Menüs“

Für Copter ist die Trimmung im Normalfall ungenutzt. Bei Flächenmodellen hingegen muss man vorher etwas üben. Der aktive Trimm-Kanal wird zwar per Sprachansage ausgegeben, kann aber im Eifer des Gefechtes schnell überhört werden. Meine Lösung hierfür war es, vor dem Start auf die Trimmung für das Höhenruder zu gehen (meine Erfahrung) um da schnell trimmen zu können. Sobald er dann in der Luft ist und halbwegs stabil fliegt, ist das Umschalten auf die anderen Kanäle kein Problem mehr.

Die Gimbals

Mittlerweile sind Hall-Sensor Gimbals zum Standard geworden. Und so findet mal sie auch in der Tango 2. Sie sind leichtgängig, haben den „vollen Weg“ (keine „Race Gimbals“ alla FrSky). Aber der gasweg kann über eine Schraube verkürzt werden.

Tango 2 Pro

Hier kommen wir auch schon zum kleine, aber feinen Unterschied der Standard- und Pro Version: die Pro verfügt über einklappbare Gimbals. Damit lässt sich die Tango 2 nochmal kleiner verstauen und passt (etwas straff) in den Sack für die Fatshark Brillen. Leider nicht in die Hartschalten-Hülle.

Ob einem die klappbaren Gimbals den Aufpreis von ca 40$ wert sind, muss jeder für sich selbst herausfinden. Ich persönlich hätte den Aufpreis gezahlt. Damit wird sie definitiv zum mal-schnell Sender der Wahl.

Wer sie später nachrüsten will, kann das ohne Probleme jederzeit nachholen. Die Gimbals sind im Inneren über jeweils vier Schrauben auf der Hauptplatine befestigt.

Externe Module

Die Kurzversion: es wird kein externes Modul unterstützt.
Etwas ausführlicher: da die Tango 2 über ein eingebautes Micro-Crossfire verfügt, werden keine weiteren, externen Module unterstützt. Durch den fehlenden JR-Schacht ist sie aber besonders handlich.