TBS Crossfire- Ein kurzer Überblick


Team Blacksheep vor einigen Tagen begonnen, das Hauseigene UHF-Longrangesystem zu versenden. Ich hatte das Glück in der ersten Lieferung dabei zu seien.

Hier die Daten:

  • Longrange Funksystem
  • 868/915 MHz (umschaltbar)
  • legal einstellbar für alle Regionen der Welt (CE, FAA, C-Tick…)
  • Frequenzhopping + selbst regnerierender Code
  • extrem einfaches binden und Updaten
  • Geringe Latenz
  • Telemetrie mit fast allen gängigen Systemen (PX4, BetaFlight, MyFlyDream…)
  • Diverse Empfänger:
    • Diversity Empfänger mit Beacon Akku, 8 PWM Ausgänge
    • Nano Diversity Rx, mit Lötpads für den Backup Akku
    • Micro Empfänger mit 4 PWM Ausgängen
    • Nano Rx, 4 PWM Ausgänge
  • Einstellbare Sendeleistung von 10mW bis 2W
    • Autom. geregelt oder fest
  • Extra HeatTracker Anschluss
  • LED für den Status, OLED Display für alle Einstellungen
  • Bluetooth Verbindung zu externen Geräten
  • Erweiterungsport für zukünftige Funktionen
  • eingebauter Frequenzscanner, per Diplay ablesbar

Die Funktionen des Crossfire wachsen stetig weiter. Aktuell lassen sich der Core Pro/ FPVision, Unify Pro und das Crossfire selbst per Fernsteuerung einstellen.

Lieferumfang

TBS Crossfire-verpackung

Im Paket kommt fast alles mit, was man für den Start benötigt:

  • Das Sendemodul mit JR-Adapterbox für zbsp. Die Taranis, Turnigy 9x/ 9XR usw

    TBS Crossfire - Sendemodul

    TBS Crossfire- Sendemodul mit Adapter

  • Trainerkabel für andere Fernsteuerungssysteme und ein BST-Verteiler (Black Sheep Telemetrie)

    TBS Crossfire- Kabelsatz

  • 1 T-Style Sendeantenne und 2 Spring-Loaded-Coil Antennen für den Empfänger

    TBS Crossfire- Antennen

  • Diversity- Empfänger

    TBS Crossfire - Diversity Empfänger

Der Erste Eindruck+ Vergleich zum EZUHF

Ich benutze seit langem schon ein EZUHF mit JR-Modul. Im direkten Vergleich sind die beiden Systeme sehr gut Verarbeitet und bieten Reichweite bis zum Horizont.

Aber dennoch gibt es sowohl beim EZUHF als auch am Crossfire Punkte, die mir sehr gut bis hin zu gar nicht gefallen. Hier der Vergleich:

  • Preis des Senders

    Das EZUHF-JR Modul ist mit rund 90€ natürlich deutlich besser dabei. Hier liegt das TBS Crossfire mit 230€ (bei Blackeyeteam.de) deutlich darüber.

    Jedoch muss man Fairnesshalber sagen, dass das externe EZ-Modul ebenfalls mit 230€ durchschnittlich zu Buche schlägt.

    Die Diversity und der TBS Micro/ Ezuhf 4Ch Empfänger liegen alle auf demselben Preisniveau (130€/ 50€), so dass die Folgekosten identisch bleiben.

    TBS Crossfirer vs EZUHF

  • Auswahl an Empfängern

    Hier steht ImmersionRC doch deutlich besser da. Es gibt 3 Empfängertypen: 8 CH Diversity (130€), 8 CH lite (90€) und einen 4CH Empfänger (60€).

    Bei TBS gibt es einen Diversity-Empfänger(135€), ebenfalls mit 8CH PWM und 12CH PPM. Alternativ gibt es noch einen Micro-RX(60€)mit 4 PWM Anschlüssen

  • Zubehörpaket

    Bei beiden Systemen werden glücklicher Weiße bereits Antennen mitgeliefert. Während ImmersionRC am Sender auf eine „Besser als nichts“- Antenne baut,

    bekommt man bei TBS eine T-Style Antenne mitgeliefert.

    Am Empfänger wird das Ganze noch deutlicher: TBS Setzt auf einen Dipol vom Typ Spring-Loaded-Coil (die Masseleitung wird zu einer Spule gewickelt).

    Am Micro-RX ist momentan eine kleine, aber zu große Antenne verbaut. Die Masseleitung ist extrem biegeempfindlich. Ich selbst habe hier schon 2x die Leitung abgerissen.

    Für das EZUHF bekommt man nur eine Stabantenne die mehr schlecht als Recht in ihrer Position bleibt. Jedoch funktionieren sie auch problemlos.

    Ich habe meine mit Antennenröhrchen stabilisiert.

  • Einstellen

    Ich bin ein großer Freund davon, alles über den PC einstellen zu können. Leider bietet das Crossfire diese Funktion noch nicht an.

    Aber über das eingebaute Display lassen sich die wenigen Menüpunkte auch sehr gut- auch unterwegs- einstellen.

    Bei ImmersionRC kann man den Sender und auch den via der ImmersionRC-Tool einstellen. Leider funktioniert das nicht so ganz, wie es soll.

    Ein bekanntes Problem (das ich auch selbst habe) ist, dass man nach dem Wechsel des Frequenzbereiches (DE in meinem Falle) beim rücklesen wieder einen anderen Frequenzbereich sieht.

    Ob das nur ein Anzeigefehler ist, oder ob die Änderung wirklich nicht angenommen wird, kann ich nicht sagen. Das Problem hat mich bereits viele endlose Stunden mit googlen und Fehlersuche gekostet

  • Setzen des Failsafes

    Das setzen des Failsafes (Verhalten des Empfängers im Falle eines Funkabrisses)ist bei beiden gleichermaßen leicht zu bedienen.

    Bei TBS kann man zusätzlich noch „Empfänger totstellen“ anwählen, was IRC auch schon längst implementieren wollte.

  • Telemetrie

    Das große Steckenpferd des Crossfire- die Telemetrie. Hierdurch können zbsp. Die GPS Koordinaten des Core Pro oder (momentan nur über die Blackbox) auch von einer APM GPS und co übertragen werden.

    Und auch hier wollte IRC schon längst nachbessern. Aber wie immer- Pustekuchen.

  • Telemetrie für Antennentracker

    Ein anderer Punkt ist die Telemetrie für den Einsatz eines Antennentrackers. Während bei TBS mit dem Core PNP die GPS –Daten usw. über die Funkttelemetrie übertragen

    wird und dann via Bluetooth an ein Handy/Tablet mit der Apm Groundstationsoftware ausgewertet werden kann,

    setzt IRC auf einen Audiodownlink. Hierfür ist, wie auch bei TBS, das OSD Notwendig. Nur werden hier die Daten über den rechten Audiokanal des Videosignales übertragen.

    Ich mag diese Methode nicht, da bei Videoabriss der Antennentracker im Extremfalle zu Kreiseln beginnt und man sich dann von seinem Model verabschieden kann.

    Aber auch das ist Geschmackssache

  • Resümee

    Um es mit den Worten eines Bekannten zu sagen „…das EZUHF läuft, wenn es den läuft, richtig gut…“. Dem kann ich nicht mehr viel hinzufügen.

    Was mich daran und auch an ImmersionRC stört, sind die leeren Versprechungen, wie zbsp. der Telemetriemodus, Nachbesserungen in der Firmware… .

    Würden auf die auf die Worte Taten folgen, gäbe es für mich einige Gründe weniger zu wechseln.

    Im Gegensatz dazu, bessert TBS seine Systeme, basierend auf dem Community- Input, ständig aus. Und ich habe bisher noch kein Update erlebt, das nicht auf Anhieb funktioniert hat.

    Was die Hardware betrifft, so sind beide Gleichauf. Die Nur-Platinenlösung von ImmersionRC kann man lieben oder verteufeln- ich mag sie, zumindest beim Diversity- Empfänger.

    Die Backup-Batterie im TBS Empfänger ist natürlich für die Suche nach einem Absturz Gold wert.

            Eventuell beginnt wacht IRC ja jetzt auf und bessert nach. Ich bin gespannt

    Abschießend bleibt noch zu sagen, dass ImmersionRC seit März 2015 einen 3CH PWM/ 12CH PPM Empfänger auf den Markt bringen will.

        Hier soll es wohl – laut aktuellem Berichten Von Sander, einige Problem. Es soll wohl auch ein EZUHF V2 kommen. Wir dürfen also gespannt bleiben.


2 Antworten zu “TBS Crossfire- Ein kurzer Überblick”

  1. Hi,
    erstmal toller Artikel !
    Bin Einsteiger und wollt fragen ob es Probleme gibt, wenn ich die TBS tango 2 bei Team Blacksheet bestelle und einen Nazgul 5hd mit crossfire aus China ?
    Gibt es da einen Unterschied zwischen fcc und lbt ?

    • hi michel,
      soweit ich das mitbekommen habe, wurde deine frage schon im discord beantwortet 🙂

      aber generell gilt: hast du einen fc mit freiem uart, kannst du ein crossfire/ tracer anschließen

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