TBS Crossfire- CRSF Protokoll mit Betaflight


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Mit der Zeit hat in das TBS Crossfire das CRSF – Protokoll Einzug gehalten.
Angefangen von der FrSky Taranis, wird es nun immer weiter implementiert.

Was sind die Vorteile?

Das CRSF Protokoll (V2) bietet einige neue Funktionen und Verbesserungen:

  • 4x schneller als SBUS
  • CRC geschützt (Datenpaketkontrolle)
  • Die RC Daten werden mit übertragen (ähnl. PPM over Mavlink)
  • Telemetriefähig

Bisher ist es hier vorhanden:
Crossfire:

  • Übertragung der Telemetriedaten zur Fernsteuerung
  • Datenübertragung zum Empfänger
  • Übertragen von Einstellungen für den Core Pro/ FPVision

OpenTX:

  • Übertragung der Steuersignale des Senders
  • Anzeigen und Bearbeiten der Sendermenüs

Neu hinzugekommen ist nun Betaflight.
Aktuell werden nur die RC Daten übertragen. Jedoch sollen PIDs und die FC Einstellungen noch folgen.
Auf dem Rückweg werden unter anderem die Akkuspannung, Strom,
verbrauchte Kapazität, der Flugmodus und der Winkle aller Achsen (Attitude) übertragen

Vorbereitung

Ich nutze hier eine TBS Colibri, jedoch funktioniert dies mit jedem anderem FC.
Grundvoraussetzung ist:

Das Crossfire wird nun mit Pin 7/8 (Diversity Empfänger) oder Pin 1/2 (Micro Empfänger) an den UART des FCs angeschlossen(mit FW 2.93 sind auch mehr Anschlüsse für u.a. das CRSF möglich).
Wer den Crossfire Micro Empfänger V1 nutzt, muss auf die Telemetrie verzichten.

Da an dem Colibri FC der UART Anschluss 2 nur über den RX Pin verfügt, muss hier vorerst auf UART 3 ausgewichen werden.

Am FPVision und dem PDB V2 ist er jedoch herausgeführt und der Empfänger kann hier angelötet werden.
Jedoch muss hier die Spannung für den Empfänger an anderer Stelle abgegriffen werden – z.B. per BST Verbindung.

Anschluss:

Micro V1 RX

Mirco V2 RX

Diversity RX

BetaFlight UART

Pin 1 TX

Pin 1 TX

Pin 8 TX

RX

-/-

Pin 2 RX

Pin 7 RX

TX

TBS Crossfire

Nach dem alles richtig angeschlossen ist, muss das Crossfire nun konfiguriert werden.

Hierfür muss das Empfängermenü aufgerufen werden
Crossfire Menue_new_01

Im Output Menü müssen jetzt die Pins konfiguriert werden

Je nach Empfänger müssen die Ausgänge eingestellt werden.
Bei dem Diversity RX ist Ausgang 8, bei dem Micro V2 Ausgang 1 umzustellen. Der zugehörige RX Ausgang wird dann autom. Konfiguriert.

Crossfire Menue_new_crsf setup_01

Um das volle Potential des CRSF Protokolls zu nutzen, muss die Telemetrie aktiviert werden.
Da die Geschwindigkeit im Hintergrund dynamisch an die aktuelle Empfangsqualität angepasst wird,
verschwindet der Punkt „SBUS Rate“ nach dem umstellen auch.

Die Kanalanzahl sollte auch, wenn nicht anders benötigt, auf 8 gestellt werden.
Das bringt nochmals eine Leistungsssteigerung

Einstellungen in Betaflight

Als letztes bleiben die Einstellungen für Betaflight übrig.
Hierfür den FC mit dem PC verbinden und Betaflight starten.
Zuerst muss der Port angepasst werden.
Die Einstellungen finden sich rechts unter „Ports“
betaflight crsf setup 01
Es muss alles außer „Serial RX“ für den gewählten Anschluss dekativert sein.

Danach dann das CRSF Protokoll für den Empfänger wählen und die Telemetrie aktivieren.
betaflight crsf setup 02
betaflight crsf setup 03

Wenn alles eingestellt ist, heißt es Sensoren suchen.
Hierfür in der Taranis im Menü auf die Vorletzte Seite navigieren und die Sensorensuche starten.
FRSKY Taranis- sensorensuche
Sollten hier schon alte Sensoren stehen, sollten diese gelöscht werden und dann die Suche erneut gestartet werden.

Curr, Capa, Ptch, Roll, Yaw und FM sind die Daten, die von dem FC jetzt übertragen werden.
frsky taranis - crsf sensoren
Momentan werden die Betaflight- Daten nur 1x pro Sekunde aktualisiert, was nicht sehr schnell ist.
Aber evtl. wird das noch etwas hochgesetzt.

Die restlichen Sensoren, die durch das Crossfire und eventuelle Zusatzgeräte (TBS GPS…) bereitgestellt werden, tauchen auch auf.
Die Erklärung , welcher Sensor was bedeutet, steht in diesem Artikel

Die Sensoren können nun für Warnungen oder Anzeigen normal genutzt werden.

Problem TBS FPVision/ TBS Core Pro

Im Moment funktioniert die weitergabe des CRSF Protokolls von Betaflight zum FPVision oder COre Pro noch nicht.
Das bemerkt man daran, dass beim Kalibrieren „unknown Protokoll“ erscheint und die Stickbefehle nicht angenommen werden.

Um aber weiterhin alles per OSD einstellen zu können, genügt es den Empfänger per BST Leitung mit dem OSD zu verbinden.
Gegebenenfalls muss die RC Kalibrierung erneut vorgenommen werden.

Weiterer Vorteil: man kann sich die Signalstärke und die Warnungen anzeigen lassen.

Warum funktioniert das so?
Beide Modul erkennen das (noch) unbekannte Protokoll und schalten auf BST Steuerung um.
Die PIDs und Co werden weiterhin auch per BST zum FC übertragen.